About

Supergau ist eine imaginäre Landschaft, eine kulturelle Ur-Landschaft. Supergau braucht keine Gebäude, keine Nostalgie und keine Tradition. Supergau ist eine Landschaft, in der Kunst neu ist und erst einen Platz finden muss, eine Landschaft, in der jeder Betrachter sein kann und niemand Experte.
Supergau ist befreit von der Schwere der Stadt mit seinen programmierten Kulturräumen, befreit von Museen, Theatern, Kleinkunstbühnen und Salons, die gefüllt werden müssen mit
Zielpublikum. Befreit vom Begriff des öffentlichen Raums denn Supergau kennt nur Landschaft. Supergau ist Fläche. Supergau hat Wald- und Wiesenlandschaft, Seelandschaft, Häuserlandschaft, Asphalt- und Betonlandschaft. All diese Landschaftsformen können im Supergau zur Bühne werden, zum künstlerischen Aktionsraum.

Supergau stülpt das Innen nach Außen und erklärt dabei das Land zum kulturellen Zentrum und die Stadt zur Peripherie. Kulturräume werden invertiert und plötzlich sind Museen, Theater, Kleinkunstbühnen und Salons ohne Dach, aber auch ohne Mauern und sind daher grenzenlos.

Supergau ist temporär. Zwei Jahre wird an und im Supergau gearbeitet, um in ein 10- tägiges Festival im Flachgau vom 14. bis 23. Mai 2021 zu münden.

Supergau basiert auf der Initiative des Landes Salzburg und setzt eine zentrale Maßnahme im Rahmen des Kulturentwicklungsplans KEP Land Salzburg um. Das Land bekennt sich damit ausdrücklich zur Förderung der zeitgenössischen Kunstproduktion, mit der Neues gedacht, entwickelt, umgesetzt und gezeigt wird.

Nach einem Open Call, der am 31.Januar 2020 endetete, wurden die erste Arbeiten für das Gesamtprogramm ausgewählt.

KuratorInnen:

Tina Heine und Theo Deutinger

Jury Open Call:

Gabriele Knapstein: Gabriele Knapstein ist Kunsthistorikerin und lebt seit 1985 in Berlin. Sie studierte  Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie in Freiburg und war unter 1995-2003 freie Kuratorin u.a. für das Institut für Auslandbeziehungen (ifa). Seit 2003 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, deren Leitung sie nunmehr seit 2016 innehat.

Florian Lösche: Florian Lösche studierte Bühnenbild unter anderem bei Ezio Toffolutti an der Akademie der Bildenden Künste in München und der Hochschule für Bildende Künste Hamburg bei Raimund Bauer. Er gestaltetet Bühnenbilder u.a. für Kampnagel und Thalia Theater in Hamburg, das Deutsche Theater und Maxim Gorki Theater in Berlin, am Schauspiel Zürich und am Wiener Burgtheater.

Matthias Osterwold: Matthias Osterwold ist und war Künstlerischer Leiter/Kurator zahlreicher internationaler Festivals neuer Musik und Klangkunst: u.a. Ruhrtriennale 2018 – 2020, ARTER Museum Istanbul, Klangspuren Schwaz − Tiroler Festival für neue Musik (2012-2018), MaerzMusik – Festival für aktuelle Musik / Berliner Festspiele (2001-2014). Er lebt in Berlin.

Eva Maria Stadler: Eva Maria Stadler (*1964) ist Vizerektorin für Ausstellungen und Wissenstransfer, sowie Professorin für Kunst und Wissenstransfer und Institutsvorständin am Institut für Kunst und Gesellschaft an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Darüber hinaus arbeitet sie als Kuratorin für zeitgenössische Kunst. Sie unterrichtete an der Akademie der Bildenden Künste in München und Wien, sowie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Sie lebt in Wien.

Conny Zenk: Conny Zenk ist Medienkünstlerin und forscht im Bereich Visuelle Musik, Feminismus, Migration und Soziale Medien. Sie leitet die partizipative Veranstaltungsreihe RAD Performance. Seit 2009 entwickelt sie zahlreiche Performances im Kontext urbaner Raumerkundung. Sie lebt in Wien.