Supergau für zeitgenössische Kunst

14. – 24. Mai 2021 | Tausend Quadratkilometer | 18 Projekte | ein Festival

 

Der Supergau ist eine Landschaft, in der Kunst neue Räume findet. Wald- und Wiesenlandschaft, Seelandschaft, Häuserlandschaft, Asphalt- und Betonlandschaft werden im Supergau zur Bühne.  10 Tage lang werden diese Räume durch über 30 KünstlerInnen neu eingerichtet und bespielt. Ein Feld ist nicht mehr Nutzfläche, die nach ihrem Ertragswert beurteilt wird, sondern ist Start- und Landeplatz für einen Ballon, der niemals abhebt, Bauplatz für eine Strohskulptur, oder Klangraum für mobile Kirchenglocken.

Über 30 KünstlerInnen zeigen mit ihren Arbeiten, dass ländliche Regionen außergewöhnliche Orte zeitgenössischer Kunst sein können. Die Landschaft wird zum Kunstraum, der sich komplementär zu den bestehenden Kunsträumen der Stadt entfaltet. Es geht dabei gerade nicht um Konkurrenz zur Stadt, sondern um die Erweiterung des künstlerischen Handlungsfeldes. Durch die Zusammenarbeit von Gemeinden, BewohnerInnen und KünstlerInnen entsteht für die Dauer von 11 Tagen der Supergau, ein neuer künstlerischer Bezirk im Land Salzburg.

Der Supergau ist temporär gedacht. Vom 14. – 24.Mai verwandeln alle Mitwirkenden den Flachgau in einen Supergau für zeitgenössische Kunst. Wenn alles gut ist, bleibt er vielleicht ein Supergau.

Supergau basiert auf der Initiative des Landes Salzburg und setzt eine zentrale Maßnahme im Rahmen des Kulturentwicklungsplans KEP Land Salzburg um. Das Land Salzburg bekennt sich damit ausdrücklich zur Förderung der zeitgenössischen Kunstproduktion, mit der Neues gedacht, entwickelt, umgesetzt und gezeigt wird. Nach einem Open Call wählte eine Jury aus 300 Einreichungen die aktuellen Projekte aus.

KuratorInnen:

Tina Heine und Theo Deutinger

 

Jury Open Call:

Gabriele Knapstein: Gabriele Knapstein ist Kunsthistorikerin und lebt seit 1985 in Berlin. Sie studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie in Freiburg und war 1995-2003 freie Kuratorin u.a. für das Institut für Auslandbeziehungen (ifa). Seit 2016 leitet sie den Hamburg Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin.

Florian Lösche: Florian Lösche studierte Bühnenbild unter anderem bei Ezio Toffolutti an der Akademie der Bildenden Künste in München und der Hochschule für Bildende Künste Hamburg bei Raimund Bauer. Er gestaltetet Bühnenbilder u.a. für Kampnagel und Thalia Theater in Hamburg, das Deutsche Theater und Maxim Gorki Theater in Berlin, am Schauspiel Zürich und am Wiener Burgtheater.

Matthias Osterwold: Matthias Osterwold ist und war Künstlerischer Leiter/Kurator zahlreicher internationaler Festivals neuer Musik und Klangkunst: u.a. Ruhrtriennale 2018 – 2020, ARTER Museum Istanbul, Klangspuren Schwaz − Tiroler Festival für neue Musik (2012-2018), MaerzMusik – Festival für aktuelle Musik / Berliner Festspiele (2001-2014). Er lebt in Berlin.

Eva Maria Stadler: Eva Maria Stadler ist Vizerektorin für Ausstellungen und Wissenstransfer, sowie Professorin für Kunst und Wissenstransfer und Institutsvorständin am Institut für Kunst und Gesellschaft an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. Darüber hinaus arbeitet sie als Kuratorin für zeitgenössische Kunst. Sie unterrichtete an der Akademie der Bildenden Künste in München und Wien, sowie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Sie lebt in Wien.

Conny Zenk: Conny Zenk ist Medienkünstlerin und forscht im Bereich Visuelle Musik, Feminismus, Migration und Soziale Medien. Sie leitet die partizipative Veranstaltungsreihe RAD Performance. Seit 2009 entwickelt sie zahlreiche Performances im Kontext urbaner Raumerkundung. Sie lebt in Wien.